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Web- App-Entwicklung

Einleitung: Native Apps vs. Web Apps vs. Hybrid Apps

Es gibt drei verschiedene Arten von Apps. Die native-, die Web- und die Hybrid Apps. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, was die einzelnen Varianten sind und wann diese jeweils verwendet werden. Außerdem vergleichen wir für Sie die drei App-Arten miteinander hinsichtlich verschiedener Kriterien.

Was sind Native Apps

Native Apps werden immer für bestimmte Zielplattformen entwickelt und laufen auch nur auf diesen Plattformen. Geschrieben wird diese Art von Applikation mithilfe von den Sprachen, die von der jeweiligen Zielplattform unterstützt werden. Das heißt, Kotlin und Android Studio für Android und Swift und X Code für iOS. Genutzt werden zur Entwicklung dieser native Apps auch spezielle Tools, die ebenfalls auf die jeweilige Zielplattform ausgerichtet sind.

Was sind Web-Apps

So genannte Web-Apps sind anders als native Apps nicht an bestimmte Zielplattformen gebunden sind. Das heißt, Sie sind plattformübergreifend aufgebaut und entwickelt. Genutzt wird diese Variante von Apps mit den normalen Technologien des Web wie CSS, JavaScript und auch immer mehr mit HTML5. Vor allem HTML5 macht die Verbreitung von Web-Apps immer breiter, da diese dadurch zum Teil sogar die bisher gängigen Internetseiten ablösen und stattdessen eine App genutzt werden kann. Web-Apps laufen auf den gängigen Internet-Browsern auf dem Smartphone.

Was sind Hybrid Apps

Bei Hyprid Apps wird immer beides miteinander kombiniert. Das heißt, die Apps selbst sind auf den Technologien, auf denen das Web basiert wie JavaScript, HTML5 und CSS, aufgebaut. Anders als reine Web-Apps aber funktionieren Sie durch den Webview Container, auf dem sie laufen, wie native Apps und können dadurch die APIs und die Betriebssystem Funktionen nutzen.

Zwischen Hybrid Apps und native Apps sind für den normalen Nutzer die Unterschiede nahezu nicht ersichtlich. Sie unterscheiden sich, anders als zu Web-Apps zu native Apps und Hybrid Apps, kaum voneinander.

Wann werden die jeweiligen App Varianten verwendet

Alle drei Varianten, die native Apps, die Web-Apps und die Hybrid Apps, werden für bestimmte Zwecke verwendet. Eine native App wird immer dann programmiert, wenn diese App nur auf einer bestimmten Zielplattform laufen soll. Eine Web-App wird dann entwickelt, wenn keine Zielplattform vorhanden ist und es keine Installation und Ausführung auf einem bestimmten Endgerät, z. B. dem Smartphone, geben soll. Eine Hybrid App wird immer dann entwickeln, wenn mehrere Zielplattformen gleichzeitig bedient werden sollen und nicht für jede einzelne Plattform eine unterschiedliche App entwickelt werden soll. Dies spart den Entwicklern einiges an Zeit und natürlich dadurch auch Geld.

Ein Vergleich von native Apps, Web-Apps und Hybrid Apps

Welche App Variante ist die richtige für welchen Zweck? Diese Frage stellen sich Unternehmen und Entwickler vor dem Start eines solchen Projekt. Dabei ist wichtig, dass keine App Technologie besser ist als eine andere, sondern es kommt darauf an, welche Art von App benötigt wird für ein bestimmtes Projekt.

Wir vergleichen die drei App Varianten deshalb nachfolgend nicht aufgrund Ihrer Technologie, sondern der Kriterien, die für eine App Nutzung wichtig sind.

Installation

Bei den App Varianten gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten, als Nutzer an diese zu gelangen. Native Apps und Hybrid Apps werden aus den gängigen Stores, App Store für das Betriebssystem iOS und Google Play Store für das Betriebssystem Android, heruntergeladen und auf dem Smartphone oder Tablet installiert. Abrufbar sind diese Apps dann auf dem jeweiligen Gerät über das Icon, das mit dem Logo der jeweiligen App versehen ist.

Bei Web-Apps erfolgt kein Download aus einem App Store und diese Variante von Apps wird auch nicht auf dem Endgerät installiert. Stattdessen ist die jeweilige App vom Internet-Browser abrufbar. Um sie beim nächsten Mal wieder nutzen zu können, kann eine Web-App als Bookmark abgespeichert und so einfach abgerufen werden wie eine normale Website.

Performance

Bei den drei App Varianten schneiden bei dem Kriterium Performance die nativen Apps am besten ab. Sie sind für die Hardware des genutzten Endgeräts einfacher durchführbar und sind dadurch von der Geschwindigkeit her schneller. Dieser Punkt ist für viele App Entwickler der springende Punkt, um native Apps als Variante zu entwickeln, wenn eine App möglichst schnell sein soll.

Zugriff auf native Funktionen

Bei diesem Kriterium ist allein schon vom Namen her erklärt, warum in diesem Bereich die native Apps am besten abschneiden und für App Entwickler bei diesem Punkt die erste Wahl sind. Native Apps können, anders als Web Apps, komplett auf die verschiedenen Funktionen des jeweiligen Betriebssystems zugreifen. Das heißt, sie können diese auch vollumfänglich für die Zwecke der App nutzen, wie z. B. die Kamera, Benachrichtigungen, GPS Ortung etc. Auch wenn Kontaktdaten in der App genutzt werden sollen, sind native Apps unerlässlich. Bei den meisten dieser Funktionen sind Hybride Apps auch nutzbar, wer aber komplett auf native Funktionen setzen will bei einer App, der kommt an dieser Variante bei der App Entwicklung kaum vorbei.

Kann die App auch offline genutzt werden?

Bei Web Apps ist zwar mitunter ein Offline Modus gegeben, doch diese App Variante schneidet in diesem Kriterium schlecht ab, da nicht alle Funktionen offline nutzbar sind. Anders sieht dies bei nativen und bei hybriden Apps aus. Diese können auch offline genutzt werden.

Erreichbarkeit der App

Bei diesem Kriterium punkten die Web-Apps. Diese sind über das Internet ganz einfach aufrufbar, indem die URL in den Browser eingegeben oder das bereits gespeicherte Lesezeichen aufgerufen wird. Native Apps und Hybride Apps hingegen müssen erst im jeweiligen Store für Apps heruntergeladen und dann installiert werden. Um sie dann zu nutzen, muss jedes Mal der Icon angeklickt werden. Wer viele Apps auf seinem Smartphone oder seinem Tablet hat, der weiß, dass dabei schnell der Überblick verloren gehen kann. Es ist also absehbar, dass so manche Apps einfach vergessen und nicht mehr genutzt wird, wenn es sich nicht gerade um eine große und wichtige App handelt.

Außerdem werden native Apps und hybride Apps von Zeit zu Zeit aktualisiert, was wiederum Speicher auf dem Endgerät benötigt. Und wer nur Mobilfunk für sein Smartphone oder Tablet nutzt, der merkt auch, dass dies Datenvolumen kostet.

Wichtig ist für App Entwickler vor allem eines: Die App Variante muss zum jeweiligen Projekt passen und sie sollte die gewünschte Zielgruppe auf dem von dieser am meisten genutzten Weg erreichen können.

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